Physik: 6! Setzen.

Toller Tag heute. Den ganzen Tag schon verpeilt weil Ich ´ne heftige Schnodderseuche hab. Feinmotorik Ade. Immer wieder fällt Mir was auf den Boden oder Ich mache bei den einfachsten Sachen haarsträubende Fehler, weils im Kopf einfach nur noch WATTE hat. Den Kaffee, also die Krönung, gabs eben in der Küche: Physik live! Eigentlich wollt Ich Mir eine Portion Waldfrüchte mit Joghurt machen. Und dazu gefrorene Früchte auftauen. Und dabei ist Mir eine Glasschüssel in der Microwelle geplatzt! Und zwar mit folgendem “Versuchsaufbau”:  Man nehme ein Glasschüsselchen. Fülle es mit 100g gefrorenen Früchten. Das ganze 1 Minute in die Microwelle. Bei 750 watt. Hab das  schon zigmal gemacht und NIE is was passiert. Bis eben. Weil die Welle halt nicht auf Auftauen säuselte sondern mit voller Kraft reinfeuerte. Es klang als würde jemand eine handvoll Kieselsteinchen in einen Blecheimer werfen.  Hat was von Lalligeo im Privaten Werbe-TV… Schätze bei dem was heute so in diversen Tempos gelandet ist, war auch das eine oder andere Stücken HIRN mit dabei. Saubermachen lass Ich erstmal sein, bei Meinem Glück heute bräuchte Ich danach wohl eine Behandlung mit Nadel und Faden… :|

Von Sicherungen

Eine … Sicherung ist eine …schutzeinrichtung, die einen Stromkreis bei zu hoher Stromstärke unterbricht.

Soviel aus der Wikipedia zum Thema “Sicherungen”. Eine Sicherung ist also da, ein laufendes System vor Schaden durch Überlastung zu schützen. Das System wird zeitweilig ausser Betrieb gesetzt, um nach abflauen der Lastspitze wieder in vollem Umfang verfügbar zu sein. Ohne das seine Komponenten dauerhaften Schaden nehmen. Das bedeutet, wenn es eine solche Sicherung raus haut, geht erst einmal garnichts mehr. Entweder bis die durchgebrannte Sicherung durch eine neue ersetzt wird, oder sich, je nach Ausführung, von selbst zurück setzt.

Dementsprechend gibt es auch seelische Mechanismen, die ähnliche Aufgaben erfüllen, wenn sie im Prinzip auch anders funktionieren. Etwas das einen bedrückt wird so lange verdrängt, bis es durch irgendetwas wieder ans Licht gerät. Oder durch andere, unter umständen seltsame Verhaltensweisen kompensiert, bis diese Ersatzhandlung keine Befriedigung mehr erzeugt. Dann entstehen Neurosen und/oder Psychosen, die unter Umständen nur mit intensiver Therapie wieder einzudämmen sind.

Vergleichbar vielleicht mit einer Firewall. Die schädliche oder schadhafte Informationspakete vom Systemkern fernhält, die diesen sonst in eine Kernelpanic versetzen würden. Was auf einen zusammenbruch des System hinaus laufen würde. Bis dann doch ein emotionaler Virus kommt, irgendwo eine Lücke findet und sich munter im System ausbreitet. Bis dieses aufgrund von Resourcenmangel zusammen klappt. Dank sei dem Admin der seine Zeit opfert und das wieder hinbiegt.

Oder wie ein Damm, der die Flut solange zurück halten kann, bis dieser völlig durchweicht ist. Und dann wie ein Pudding in der Sonne zusammenbricht, und die ganze kalte Emo-Brühe in einer riesigen Sturzsee ins Hinterland der Seele läuft und diese absäuft. Wer dann nicht rechtzeitig weg kommt, muss sich auf irgend einen Hügel retten. Oder zu sehen, das er zumindest irgendwie über Wasser bleibt, wenn er nicht unter gehen will. Und wartet bis helfende Hände das Loch gestopft, und das Wasser irgendwie abgepumpt haben.

Oder die schwere Ankertrosse, die mit einem peitschenden Knall bricht, weil der Sturm zu stark geworden ist, und das Seelenschiff von dieser Trosse nicht mehr auf Position gehalten werden kann. Dann muss man das Schiff in einer gewagten und unter Umständen gefährlichen Rettungsaktion wieder einfangen, sichern und in einen sicheren Hafen schleppen.

Oder wie die Reissleine die den rasenden Sturz in die Tiefe mit einem dünnen Seidenschirm noch aufzuhalten vermag.

Mir hats heute Nacht wohl alle diese Sicherungen durch gehauen. Ich habe den Halt verloren. Und das
in illustrer Runde. Umgeben von Menschen die Ich mag. Von Freunden. Wo Ich Mich eigentlich wohl fühlen sollte. In unmittelbarer Anwesenheit einer bestimmten Person, für die Ich Gefühle entwickelt habe, die Ich vielleicht nicht entwickeln sollte, aber nicht verleugnen kann. Die es geschafft hat, die Firewall zu durchdringen. Das Tiefland zu fluten. Das Tau brechen zu lassen. Die in Mir Saiten zum Klingen bringt, die schon lange nicht mehr geklungen haben. Und offenbar gewaltig verstimmt sind. Solange diese Saiten nicht schwingen, geht es Mir eigentlich gut. Aber Ich möchte auch nicht, das dieses Schwingen aufhört. Irgendwie.

Der Knoten in meiner Brust wurde im Laufe des Abends immer grösser. Bis er dann platzte, und Ich absolut NICHTS dagegen machen konnte. Aufgestauter Stress. Unerfüllte Wünsche und eine tiefe Sehnsucht. Ein extremes nicht mit sich selbst umgehen können. Ich musste die Reissleine ziehen.

Und bin abgehauen.

Das ist verrückt.

:|

PC-Zeitalter

Eigentlich bräuchten wir hier im Office keine eigenen uralten und für unsere Belange völlig überlasteten Rechner. Ein dicker Zentralserver/Mainframe und Terminals an den Arbeitsplätzen würde vollkommen ausreichen und die Stabilität der genutzten Software meines Erachtens deutlich besser gewährleisten. Es wäre da auch nicht nötig in Nacht- und Nebelaktionen die PC´s auf eine anderes OS umzustellen, nur um dann zu bemerken das viele Rechner nur unzureichend mit RAM für das neue OS ausgestattet sind. Und hätte hier auch keine Kisten von 3-4 unterschiedlichen Herstellern bzw. Bauweisen in Verwendung. Aber das würde unsere IT ja noch mehr überfordern, denn dann bräuchte man hier ja richtige SysAds um das System zu pflegen. Kann man denen ja nicht an tun. Und schliesslich leben wir ja auch im PC-Zeitalter.

PC.

Wie: Persönliches Chaos …

:mrgreen:

Alptraum

Hmmm, Ich weis nicht mehr wann Ich das hier geschrieben hab, 3-4 Jahre muss das jetzt her sein. Ich weis es nicht mehr. Aber Ich war in einer recht zerrütteten Stimmung.

..meine gedanken drehen sich im kreise,
flattern umher wie aufgescheuchte vögel,
gott,
liebe,
hass,
lust,
zerstören,
zeugen,
angst,
freude,
alles ist in bewegung,
blindes chaos in einem raum mit tausend nackten menschen,
sie kämpfen,
sie lachen,
sie hassen,
sie lieben,
sie kopulieren,
sie weinen,
sie leben und sie sterben,
alles gleichzeitig,
jeder mit jedem,
miteinander,
füreinander,
gegeneinander und jeder für sich in seiner eigenen hölle,
wirbelnde farben ohne namen,
entstehen,
vergehen,
ewiges fliessen ohne feste grenzen,
ein ständiges sich formen ohne ziel und zweck,
dessen bestreben es ist zwecklos zu sein,
ein wabern,
ein wogen,
ein winden,
fortlaufende unstete kreation aus sich selbst,
traum eines toten gottes,
von einem kind mit alten augen,
von monströser kraft,
schleimiger widerwärtigkeit,
urtümlicher gewalt,
vom ende zum anfang und darüber hinaus,
besteht der anfang doch im ende des vorangegangenen,
kochende materie,
harmonisch in ihrer schreienden disharmonie,
eine brüllende kakophonie einer synfonie der stille,
sie verformt zu erst den geist,
verdreht die gedanken,
pervertiert die logik,
verwirrt die triebe,
dann verformt sie den körper,
schmilzt das fleisch,
verdreht die knochen,
zerreisst die sehnen…

…und ich erwache schreiend,
ohne tränen weinend,
hilflos wie ein kind in der stürmischen nacht,
in deinen armen,
und du wiegst mich,
hälst mich fest und bewahrst mich davor,
im wahn des alpes der mich immer noch gefangen hält,
mir den schädel an der wand einzuschlagen,
holst mich zurück in die welt die mein geist verlassen hatte,
weinst für mich tränen die ich nicht mehr habe,
tröstest mich mit deiner warmen liebe…

…und so liegen wir bis zum morgengrauen,
engumschlungen,
still und regungslos…