Immer wenn er Pillen nahm

Ulf schreibt über seine Arzneien und was diese für Ihn bedeuten. Ich persönlich möchte das Solvex zur Zeit nicht missen, da es Mir doch deutlich hilft wieder arbeiten zu können. Was eine etwaige Therapie angeht, so bin Ich hier noch unschlüssig, wahren die letzten Therapieerfahrungen doch eher mittelmäßig. Ich rede hier oft davon, die Toten ruhen zu lassen, da Ich der Meinung bin das man die Dinge die Mir in der Vergangenheit widerfahren sind, eh nicht mehr gerade rücken kann. Auf der anderen Seite stammt diese Denkweise noch aus der PräSolvex-Zeit, wo Ich angesichts andauernder Kraftlosigkeit viele Dinge nicht mehr in Angriff nehmen konnte. Ich muss das also neu für Mich bewerten. Worauf Ich mit dem Artikel aber hinaus wollte, sind die ganzen Pillekes. Ich finds krass: Jahre lang bin Ich ohne irgendwelche täglichen Medikamentendosen ausgekommen. Von den Phasen der Antiallergika während der Pollenzeit und diversen Erkältungen und Infekten mal abgesehen. Aber kaum bin Ich Mitte dreissig, werf Ich plötzlich jeden Morgen eine Handvoll $ZEUG ein. So als wäre das erreichen einer bestimmten Altersmarke ein Signal für den Körper plötzlich die unterschiedlichsten Gebrechen zu entwickeln. Vielleicht ist jetzt aber auch nur ein Punkt erreicht wo man das ganze nicht mehr einfach so ignorieren kann und sensibler für die Signale seines Körpers wird? Naja, solange Mir das ganze HILFT und dazu beiträgt das Ich am Leben an sich nicht zu grunde gehe, soll es Mir recht sein :-) Die alternative wäre wohl garnix zu nehmen und dann wohl eher früher als später jämmerlich zu krepieren.

Das war die erste Woche

nach der Zwangspause. Der Montag fühlte sich doch tatsächlich an wie der erste Schultag nach den grossen Ferien. Alles in allem kann Ich mich zur Zeit deutlich besser Konzentrieren und auch länger bei der Sache bleiben als vor 8 Wochen noch.  Die Tage sind recht schnell rumgegangen und waren so gut wie nicht nervig. Allerdings hats Mich Dienstag auf Mittwoch umgehauen weil der Wetterwechsel den Kreislauf ordentlich durcheinander brachte. Auch scheine Ich deutlich besser zu schlafen, denn Ich komme morgens besser und vorallem früher raus und habe mehr vom Tag. Anscheinend ist das Reboxetin genau das was Ich brauch. Und wenn mein Schichtplan so bleibt hab Ich fast den ganzen September über Mittagschicht, d.h. Dienst ab 1330 Uhr. Das kommt Meinem inneren Rythmus doch ziemlich entgegen, und wenn Ich weiterhin morgens so gut und früh rauskomme, dann kann Ich auch wieder trainieren gehen! :-D

7 Wochen

Sieben Wochen war Ich jetzt “KZH” wegen einer “depressiven Episode”. Nach dem gezwungenen Wechsel zurück in den DSL-Support platzte Mir anfang Juni mehr oder weniger der Kragen. Auslöser war ein Gespräch mit dem Teamleiter, aufgrund deutlicher Leistungseinbußen. Seit dem Wechsel gings kontinuierlich Bergab stellte sich heraus. Und Ich sollte bis Ende des Monats bestimmte Ziele erreicht haben. Ich schleppte Mich danach noch 3-4 Wochen durch den Job und konnte die gestellten Anforderungen nicht erfüllen. Nach dem darauf folgenden Gespräch, in dem die Anforderungen nochmal angehoben wurden, ging Ich dann zum Doc. Der Mich, nachdem Ich Mich mal ordentlich ausgekotzt hatte, erstmal aus dem Verkehr zog und Mir eine Überweisung zum Psychiater gab. Der Mir dann ein Mittelchen “zur Steigerung des Antriebes” verschrieb und Mich noch mal für deutlich längere Zeit krank schrieb. Solange hatte es Mich bislang noch nie ausgeknockt. Die ersten Tage und Wochen hab Ich erstmal mit rumhängen, ausruhen, nachdenken, schlafen, zocken, schlafen und nochmal schlafen verbracht. Ab und an ging Ich mit Freunden weg. Und find an so nach und nach die Dinge in Angriff zu nehmen, die Mir schon lange auf die Nüsse gingen, wie z.b. das in dern Wohnung entstandene Chaos zu beseitigen. Aber alles schleppend und nur in kleinen Schrittchen. Nach einer Weile merkte Ich den Anstieg einer gewissen Unruhe. Und stellte fest das Ich plötzlich BOCK hatte was zu MACHEN. Offenbar fingen das Medikament an zu wirken. Einige Tage später war Ich Mir dessen sicher. Das war vor gut drei Wochen

Mittlerweile geht es Mir deutlich BESSER, Ich fühle Mich im gesamten WACHER und komme vorallem Morgens deutlich besser raus. Und ab Morgen gehe Ich wieder arbeiten. Ob Ich wieder arbeiten kann? Ich denke schon. Ob Ich es durchstehen werde? Ich weis es nicht, das wird sich zeigen. Aber gehen muss Ich, alleine schon wegen Meinem Konto. Ich bin an- und gespannt wie die Woche laufen wird.

Time will tell.

Wohnst Du noch, oder lebst du schon?

Schon seit Ich hier in der “neuen” Wohnung bin (ok, das sind jetzt auch schon bald 3,5 Jahre…) stört Mich der riesige Tisch in der Küche. In meiner ersten eigenen Wohnung hatte Ich ein 30m² grosses Wohn-Ess-Zimmer. Da passte der Tisch “Norden” von IKEA mit seinen maximal 2,50 Metern länge locker hin. Dazu noch 6 Stühle falls man mal Gäste hätte. Mittlerweile hab Ich aber auch nicht annähernd so viel Platz für dieses Geraffel, will Mich von dem Tisch aber nicht Trennen. Als Arbeitsfläche für die Küche isser ganz nett. Aber nimmt halt ordentlich Platz weg. Vor einiger Zeit hatte Ich dann auch mal die Küchenmöbel umgestellt um den Tisch statt längs zum Raum dann quer hineinzustellen, und dafür die das Arbeitsplattenprovisiorium in den Keller zu packen, da Ich dieses eh nicht gross nutzen konnte. Weil eben der Tisch vorne dran stand. Zur Zeit bin wieder am rumräumen, und habe jetzt 4 der Stühle demontiert, weil sie nicht gebraucht werden. Desweiteren wird die Küche wieder so hingestellt wie es nach dem Einzug war. Ohne die 4 zusätzlichen Stühle. So hab Ich jetzt hoffentlich etwas mehr Platz in der Küche. Und weniger Gelegenheit auf den Stühlen irgendwelches Zeugs liegen oder hängen zu lassen. Auf dem Tisch ist dafür durchaus auch Platz *hüstel*.

Offen ist noch was mit dem Tisch eigentlich noch geschieht. Ich spiele mit dem Gedanken ihn ebenfalls zu demontieren und ordentlich in Folie verpackt im Keller zu parken. Und Mir dann irgendwas kleineres rundes zu holen oder so.

Im Wohnzimmer isses ähnliches, da steht ein Wohnzimmertisch aus Marmor. Tischplatte und zwei Unterteile. Herrlich unpraktisch, überaus SCHWER und ergo arg unbeweglich. Von dem Ding werd Ich Mich auf jeden Fall trennen. Wird durch eine Rollbox ersetzt, die Ich so hinstellen kann wie Ichs jeweils benötige und das Wohnzimmer an sich “umkonfigurieren”. Der PC-Tisch steht vor einem Fenster, das Ich wegen Monitor und Tower nur kippen kann. Ausserdem ist der Rollladen da immer unten, das nervt mittlerweile.

Da Ich seelisch bedingt noch einige Tage zu Hause bin, will Ich die Zeit für diese Arbeiten nutzen, da diese Dinge in den letzten Monaten auch negativ zu Meinem Seelenheil beigetragen haben, ohne das Ich es bewusst wahrgenommen habe. Man kann sich halt nicht gut von der täglichen Mühle erholen, wenn man sich im eigenen zu Hause nicht mehr wohl fühlt und etliches vor sich her prokrastiniert hat.