Wildlife in der City

Da fährt man runter „ins Dorf“ zum einkaufen, und geht zuvor noch eine Runde in der Allee spazieren. Kaum ausm Auto, kommen drei Nilgänse(!) auf der Rennwiese runter und zwei davon kloppen und beissen sich ganz arg und wüst, während die dritte lauthals rumschreit und wohl ihren Favoriten anfeuert. Gute fünf Minuten geht das so, bis sich der unterlegene lösen und davon fliegen kann, verfolgt von den beiden anderen. Etwa 50 Meter weiter fällt mir eine grosse majestätische Bewegung ins Auge und Ich seh grad noch einen recht grossen Graureiher im Schwarzbach landen, keine 10 Meter weit weg von Mir. Und kurz darauf zischt ein Schwarm Halsbandsittiche, die hier in ZW auch heimisch geworden sind, laut quietschend und pfeiffend über mich hinweg! Wildlife in Zweibrücken. Mitten in der Stadt.

Ich hab soviel zu sagen

Ich hab soviel zu sagen,
Drum schreib ich ein Gedicht,
Doch fang mich an zu plagen,
Das reimen liegt mir nicht.

Also versuch ich es mit Klang,
Saitenlaut und Bassgesang,
Doch leider klingts nur gruselich,
Ein Liedermacher bin ich nich.

Und nun? Was tun?

Ich nehme einen Pinsel,
Und male mir ein Bild,
Vielleicht von einer Insel,
Am Ende ist es mehr ein Schild.

Das alles wird mir jetzt zu bunt,
Tu ich halt meine Meinung kund,
Ich werd mir ein paar Brote schmiern,
Und geh mit meinem Schildchen demonstriern!

Der Marsianer: Rettet Mark Watney

Ein richtiger Science-Fiction Film mit der Betonung auf „SCIENCE!“. Die Umsetzung ist sehr nahe am Buch, und die Arbeit der Astronauten und der NASA sowie das Überleben auf dem Mars wird gut dargestellt. Allerdings springt der gewisse Funke nicht über, zumindest nicht bei Mir. Der Film ist oberflächlich gehalten, zumal einige Meines Erachtens wichtige Szenen fehlten bzw. für Mein Empfinden negativ verändert wurden. Kann man so einen Film nicht einfach so drehen wie es im Buch steht? Der Roman ist alles andere als langweilig oder langatmig, Ich war da in einem Tag durch. Ebenso wäre die ein oder andere Erklärung, z.b. in Form einer Tagebuchsequenz hilfreich gewesen, die dem unbelesenen(!) Zuschauer sicherlich ein wenig Klarheit gebracht hätte. Und der Schluss wurde leider Hollywood-Mäßig verdramatisiert, wozu es eigentlich keinen Grund gibt, die Schlusssequenz wäre auch dramatisch und dynamisch genug geworden wenn man sie getreu dem Roman umgesetzt hätte. Es würde Mich nicht überraschen wenn es in ein paar Wochen eine extended Version gibt, wenn der Film auf DVD und BR in die Läden kommt. Alles in allem ist der Film sehenswert und bringt mit grossartigen Bildern (Ridley Scott eben) die Wüstenlandschaften des roten Planeten so episch wie noch nie auf die Leinwand, was vorallem durch richtig gutes 3D positiv verstärkt wird. Man erwartet geradezu irgendwo einen Sandwurm zu sehen 😉
Wer sich nicht scheut ein Buch im Original zu lesen sollte „THE MARTIAN“ von Andy Weir auf englisch lesen. Und wer sich generell für das Leben eines Astronauten interessiert, dem gebe Ich eine sozusagen ergänzende Buchempfehlung: An Astronaut’s Guide to Life on Earth, von Chris Hadfield, dem kanadischen Astronauten mit der Gitarre.